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Hilfe zur Selbsthilfe für Blinde und Sehbehinderte in Südafrika

Im September 1999 gründete Cäcilia Dullin in Odenthal den Verein Ikamva Labantu Deutschland e.V., der sich zum Ziel gesetzt hatte, blinde und sehbehinderte Menschen in Südafrika (Kapstadt) zu unterstützen und ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen. Seit Mai 2010 heißt der Verein "Ithemba Lethu Deutschland e.V." (Ithemba Lethu = unsere Hoffnung).



Cäcilia Dullin


Cäcilia Dullin lebt seit 1972 in Odenthal. Schon seit Jahrzehnten hat sie Kontakte zu Südafrika. Über Freunde in Kapstadt lernte sie Helen Lieberman kennen, die sich schon zu Apartheid-Zeiten um Menschen in den schwarzen „Townships“ (Slums) kümmerte. Nach Ende der Apartheid 1992 gründete sie in Kapstadt die Hilfsorganisation Ikamva Labantu, in der etwas später auch die Hilfsprojekt-Gruppe WEBA (Western Cape Blind Association) beheimatet war. Hier wollte Cäcilia Dullin helfen.

Avril Hoepner

Sie lernte die Sozialarbeiterin Avril Hoepner (Leiterin von WEBA) kennen. Selbst sehbehindert, kümmerte sie sich schon länger um eine Gruppe blinder und sehbehinderter schwarzer Menschen. Später begann Avril Hoepner damit, die Menschen mit Töpferarbeiten, Textilmalerei, Strickarbeiten und anderem zu beschäftigen. Es waren zwar nur Kleinigkeiten, aber sie konnten verkauft werden. Jeder selbstverdiente Cent stärkte das Selbstwertgefühl der blinden und Not leidenden Menschen, die dadurch das Gefühl bekamen, nützliches Mitglied der Gesellschaft zu sein.

Überreichen des Abschlussdiploms an den blinden Pedro Vicente. Klicken Sie auf das Bild für eine größere Ansciht.


Wie konnte man von kurzfristigen zu dauerhaften Lösungen kommen?


Die Idee: Blinde können doch wunderbar massieren. Sie haben ein ganz anderes Gespür in den Händen als die meisten Sehenden. Also sollten Blinde und Sehbehinderte zu Masseurinnen und Masseuren ausgebildet werden

Nachdem die Idee geboren war, ging es an die Verwirklichung. Eine Schule wurde gefunden und Sandy Nye, eine lizensierte Aromatherapie-Lehrerin, hatte den Mut und die notwendige Kreativität, um solch ein Pilotprojekt zu wagen. Heute leitet eine neue Lehrerin, Laura, die Schulungen. Übrigens, in Südafrika ist Aromatherapie eine Krankenkassenleistung.

Die Entdeckung, dass Massage mit Aroma-Ölen heilende Wirkung hat, war eine außergewöhnliche „Reise“ für seinerzeit dreizehn blinde und/oder sehbehinderte Menschen und hat ihr Leben für immer verändert. Der Ausspruch einer der Absolventinnen beschreibt es vielleicht am besten: „Sogar die kleinste Kerze kann Licht in diese Welt bringen – und wenn ich es kann, kannst du es auch.“ Heute sind es bereits ca. 40 Therapeuten, die die zweijährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und in ihrem Beruf Geld verdienen.



Light & Healing Centre. Klicken Sie auf das Bild für eine größere Ansicht.


Die erste Praxis mit vier Räumen wurde Ende 2001 in Kapstadt eröffnet. Weitere Praxisräume wurden 2006 angemietet. Beide Praxen erfreuten sich eines großen Zuspruchs und waren fast immer ausgebucht. Leider steigen auch in Südafrika die Mieten, was zur Folge hatte, eine kostengünstigere Bleibe suchen zu müssen. In einem anderen Stadtteil konnte ein großes Haus angemietet werden und der Traum, ein „Heilzentrum“ zu eröffnen, erfüllte sich. Endlich war alles unter einem Dach! Alle Beteiligten wünschten sich für ihr neues Zuhause den Namen: Light & Healing Centre. In sechs Räumen wurden die Patienten behandelt. Neben der Rezeption, den Büroräumen und der Wäscherei, gab es Platz für ein Trainingszentrum für die Schulungen und die Fortbildung.

Mit dem Gesundheitszentrum konnten weitere Arbeitsplätze geschaffen werden: für die Praxisorganisation, für Reinigungskräfte, für Verwaltung und Buchhaltung, für die Schulung.

Die Kosten für Miete und Gehälter werden durch die Einnahmen aus der Aromatherapie erwirtschaftet, ebenso für Öle, teilweise auch die Kosten für die Wäscherei. Neuanschaffungen (z. B. Handtücher) und alle Kosten, die mit den Lehrgängen zusammenhängen, müssen durch Spenden aufgebracht werden.


Ithemba Lethu Deutschland e.V. ist eine Erfolgsgeschichte – und das alles wurde erreicht durch Spenden. Ein herzlicher Dank geht an alle Spenderinnen und Spender. Ihre finanzielle Hilfe wird aber auch weiterhin dringend gebraucht, um Hilfe zur Selbsthilfe geben zu können.


Spendenkonto:

ITHEMBA LETHU Deutschland e.V.
Kreissparkasse Köln
IBAN: DE66370502990364001910
BIC: COKSDE33XXX


Der im Oktober 1999 in Odenthal gegründete Verein Ikamva Labantu Deutschland e.V. wurde im Mai 2010 umbenannt in Ithemba Lethu Deutschland e.V.

Der Zweck des Vereins ist es, blinde und hilfsbedürftige Menschen und Straßenkinder in Kapstadt, Südafrika zu unterstützen.

Der Satzung entsprechend wird durch Überweisung der gespendeten Gelder die von uns ausgewählte steuerbefreite Hilfsorganisation für blinde und sehbehinderte Menschen unterstützt: WEBA (Western Cape Blind Association)

Über die Verwendung der Gelder erfolgt Quittierung und fortlaufende Berichterstattung. Einmal im Jahr wird vor Ort in die Buchführung Einsicht genommen.

Ithemba Lethu Deutschland e.V. (VR 502216) ist als mildtätig anerkannt und steuerbefreit. Für jede Spende wird am Ende des Jahres eine Bescheinigung für das Finanzamt ausgestellt.

Jeder kann Mitglied des Vereins werden. Der Aufnahmeantrag ist unter Angabe des Namens, des Alters und der Adresse schriftlich einzureichen. Der jährliche Beitrag beträgt 26 Euro. Die Verwaltung des Vereins ist ehrenamtlich. Unterstützt wird der Verein auch durch die Evangelische Domgemeinde Altenberg.

Vorstand:
Cäcilia Dullin, Christel Kirschbaum, Heribert Pamp, Heidemarie Wolf, Martina Link, Astrid Martini-Hamann

Postadresse:
Leimbacher Weg 42
51519 Odenthal-Holz
z. Hd. Cäcilia Dullin
E-Mail: c.dullin@web.de

Zum Download:


Evangelische Domgemeinde Altenberg