Evangelisch in Altenberg

„Wie um Jerusalem Berge sind, so ist der HERR um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit.“ | Psalm 125,2

Neuer Pfarrer in Altenberg und Schildgen - Pfarrer Bjarne Thorwesten

Neuer Pfarrer in Altenberg und Schildgen - Pfarrer Bjarne Thorwesten

Hallo zusammen,

»Hineni« – »Hier bin ich.« So reagieren Propheten in der hebräischen Bibel häufig, wenn Gott sie anspricht und sie in den Dienst nehmen will.

Ich bin kein Prophet, sondern ab dem 04.11. der neue Pfarrer im Probedienst in Ihrer Gemeinde, aber ich freue mich trotzdem, dass ich sagen kann: »Hier bin ich.« – Auf den letzten Ausbildungsmetern und motiviert mit Ihnen gemeinsam hoffnungsvolle Kirche zu sein.

Ich bin Bjarne Thorwesten, 30 Jahre alt und in Münster aufgewachsen. Mein erster bewusster Kontakt zur Kirche kam über den Kindergottesdienst und die Konfizeit im dritten Schuljahr zustande. Zeitgleich begann mein ehrenamtliches Engagement bei dem Verband christlicher Pfadfinder*innen (VCP). Später engagierte ich mich acht Jahre lang als Presbyter in meiner Heimatgemeinde in Hiltrup und gestaltete im Kreissynodalvorstand den Kirchenkreis Münster mit.  Nach dem Abschluss meines Theologiestudiums an der Universität Münster bin ich im Jahr 2024 für das Vikariat ins Rheinland gewechselt und habe gute zwei Jahre Gemeindeerfahrungen in Bonn-Beuel gesammelt.

Für meine zukünftige Arbeit ist mir die politische Dimension von Kirche ein besonderes Anliegen, insbesondere wenn es um Fragen der Menschenwürde und des Klimaschutzes geht. Zudem freue ich mich darauf, die Transformationsprozesse, die vor unserer Kirche und der Gemeinde liegen, gemeinsam mit Ihnen zu gestalten. Und dabei allen Widrigkeiten zum Trotz vergnügt zu bleiben und so manches gelöst zu bekommen, um uns am Ende frei für das zu fühlen, was wir von Herzen gerne tun.

Ich freue mich darauf Sie kennenzulernen, mit und von Ihnen zu lernen und eine tatkräftige Gemeinde zu sein.

Mein Begrüßungsgottesdienst am 15.11.2026 um 09:00 Uhr im Altenberger Dom ist dazu sicher eine gute erste Kontaktmöglichkeit. Und ansonsten erkennen Sie mich vermutlich häufig daran, dass ich der Typ aufm Fahrrad bin, der fröhlich zwischen Altenberg und Schildgen hin- und her flitzt.

Herzliche Grüße und bis bald

Bjarne Thorwesten

Altenberg – Geschichte, Spiritualität und Gemeinschaft

„Porta patet, cor magis“ – Die Tür steht offen, noch mehr aber das Herz.
Dieses Motto der Zisterzienser beschreibt perfekt den Altenberger Dom: ein Ort, an dem Menschen willkommen sind, Geschichte spüren und Glauben erleben können.

Nur 25 Kilometer östlich von Köln liegt Altenberg – ein Ort voller Geschichte, Kultur und besonderer Momente. Hier erhebt sich der Altenberger Dom, die prachtvolle Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters, das 1133 gegründet wurde. Seit 1259 prägt die Abteikirche das Ortsbild und fasziniert Besucher mit ihrer klaren gotischen Architektur.

Die Jahrhunderte hinterließen Spuren: 1803 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgelöst, 1815 zerstörte ein Brand große Teile der Kirche. Doch der Dom blieb nicht lange dem Verfall überlassen: 1820 gelangte er in den Besitz der Familie Fürstenberg, und 1834 begann der Wiederaufbau. 1847 wurde die Kirche feierlich wieder eingeweiht – mit dabei war König Friedrich Wilhelm IV., der die Renovierung unterstützte. Unter seiner Bedingung sollte der Dom simultan, also katholische und evangelische Christen gleichermaßen, willkommen heißen.

1857 erklang erstmals evangelische Musik im Altenberger Dom. Damit begann die Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Altenberg, die zunächst von Pfarrern aus Schlebusch betreut wurde. 1869 erhielt die Gemeinde offiziell ihren Namen und bildete mit Schlebusch den Pfarrverbund Schlebusch-Altenberg. Ab 1950 schließlich erhielt Altenberg eine eigene Pfarrstelle – der Dom wurde zur lebendigen Gemeindekirche, Herzstück der Gemeinde und Ort der Begegnung.

Heute lädt der Altenberger Dom nicht nur zum Staunen über Architektur und Geschichte ein, sondern ist auch ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, singen, feiern und ihren Glauben leben. Darüber hinaus steht die Gemeinde derzeit in einem Regionalisierungsprozess mit den evangelischen Gemeinden in Bergisch Gladbach, um die Zusammenarbeit und Vernetzung in der Region zu stärken.

Hier spürt man: Geschichte, Musik und Spiritualität verschmelzen zu einem einzigartigen Erlebnis – die Tür steht offen, und das Herz erst recht.

 „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ | Matthäus 28,19-20

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